Blüten im Pflaster

Die begrünte Fuge – für manche Gärtner der Inbegriff der Unordnung, für andere das romantische Ziel aller Bemühungen. Befragt, ob Pflanzen in Pflasterfugen okay sind, antworten die Wilden Möhren mit „Kommt drauf an“. Kommt es auch tatsächlich. Wenn die Stockrose die Hausnummer verdeckt, Moos den Plattenweg rutschig macht oder die Akelei sich genau auf der Türschwelle des Gartentors angesiedelt hat, sollte man schon einmal mit dem Fugenkratzer ran. Invasives Unkraut muss natürlich sowieso raus, bevor es ins Beet wandert. Über eine Idee zur schnellen Abhilfe in solchen Fällen hatte ich hier vor ein paar Wochen schon geschrieben, im Beitrag „Die 10 besten Tipps gegen Unkraut“. Im Prinzip gilt aber: Was gefällt und nicht stört, darf bleiben. Ein bisschen Unordnung im Garten schadet nicht und macht ihn heimeliger. Hier ein paar Beispiele aus dem Wilde-Möhren-Garten.

  • blaue, hohe Glockenblume
    Die Pfirsichblättrige Glockenblume ist ein völlig anspruchsloser Fugenblüher. Wenn man sie nach der Blüte abschneidet, blüht sie noch einmal

Wer den Fugen-Bewuchs fördern möchte, muss eigentlich nicht viel mehr tun als abwarten. Und nicht gleich jedes grüne Blättchen zwischen den Steinen herausreißen – es könnte was richtig Schönes werden! Hilfreich ist es natürlich, wenn in der Umgebung der Fugen trockenheitsverträgliche Pflanzen wachsen, die sich gerne selbst aussäen. Das können zum Beispiel Stockrosen, Storchschnabel, Alyssum oder Federgras sein. Lassen Sie den Dingen ihren Lauf und sehen sie zu, was passiert!

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