Erde und Kompost in Hannover, Teil 1: Neuanlegen eines Gartens

Jeder Gartenbesitzer braucht irgendwann mal frische Erde – für ein neues Beet, fürs Hochbeet, zum Anreichern des vorhandenen Gartenbodens oder für große Kübel. Wer in Hannover wohnt, hat es gut: Der städtische Abfallentsorger bietet Gartenfreunden mehrere Möglichkeiten, an die passende Erde zu kommen.

Was seine Gartenböden angeht, ist Hannover zweigeteilt: Im Norden der Stadt, Richtung Wedemark, ist der Boden sandig, im Süden, Richtung Hildesheim, lehmig. Auf einigen Grundstücke, z. B. in Ricklingen treffen sogar beide Bodenarten aufeinander: im Vorgarten Lehm, hinter dem Haus Sand.

Überlegungen zur Bodenqualität vorab

Als wir unseren Garten im Norden Hannovers übernahmen, waren zwei Dinge klar: Wir brauchten frische Erde!  Und wir wollten uns keinen „Mutterboden“ aus unbekannter Quelle von einem Bauunternehmer in den Garten kippen lassen – zum „eigenen“ Unkraut sollte nicht noch neues in den Garten gebracht werden. Auf der Suche nach gutem Boden stieß ich auf das Angebot von „aha“, unserem hiesigen Abfallentsorger. Aha kompostiert die Grünabfälle der hannoverschen Haushalte und verarbeitet sie zu  Kompost und Gartenerde.

Was wichtig war: Wir wussten zu diesem Zeitpunkt schon, welchen Bodentyp wir haben, und dass die Erde völlig ausgelaugt und sauer war von vielen Koniferen. Wer unsicher ist, was den Bodentyp oder den Düngerbedarf betrifft, sollte seinen Boden erstmal untersuchen lassen!

Hier – und in den kommenden beiden Blogbeiträgen – ein paar Infos und Tipps, die vielleicht auch für andere Gartenbesitzer in Hannover hilfreich sind.

Erde und Kompost liefern lassen – für neue Gärten oder Beete

Haufen schwarzer Komposterde auf armen, sandigem ,hellen Gartenboden
Den angelieferten Kompost haben wir im Garten verteilt und dann untergefräst

Als wir unseren Garten übernahmen und neu anlegten, brauchten wir, um den von vielen Fichten ausgelaugten Sandboden grundlegend zu verbessern, eine große Menge Kompost. Aha, unser Deponiebetreiber, bietet gegen Gebühr die Lieferung an. Das haben wir dann auch genutzt: Bei aha angerufen, einen Termin und die Mengen vereinbart – und wenige Tage später wurden vor unserer Haustür Berge  feinkrümeliger Kompost abgekippt.

zwei große Haufen schöner brauner Erde vor einer Hauswand, auf dem Bürgersteig
Die Gartenerde war wirklich so gut, wie sie aussieht: Im Vorgarten wuchs zwei Jahre lang alles ohne zusätzlichen Dünger

Für den Vorgarten, den wir komplett neu anlegen mussten, haben wir uns – ebenfalls von aha – auch noch Gartenerde liefern lassen. Darin ist der Hannoversche Kompost enthalten, die Erde ist aber auch durch Lehmanteile angereichert und unkrautsamenfrei. Tatsächlich haben wir in den ersten beiden Jahren im Vorgarten kaum Unkraut gejätet und überhaupt nicht gedüngt – die frisch gesetzten Pflanzen sind trotzdem super gewachsen.

Für den hinteren Garten haben wir reinen Kompost bestellt. Dort wollten wir den Boden nur verbessern, nicht auffüllen.

Die Preise für die Kompost- und Gartenerde-Lieferung sind moderat, wenn man bedenkt, wie groß der Nutzen ist. Abgesehen vom kurzen Moment der Verzweiflung (auch bei den Nachbarn …), wenn sich riesige Haufen vor der Haustür türmen, war die Erde eine Freude. Sie duftete frisch nach gutem Gartenboden, war sehr gut zu verarbeiten – und wir konnten sicher sein, dass weder Torf noch irgendwelche fiesen Bestandteile drin sind. Ach übrigens: Ich bin weder bei aha angestellt, noch kenne ich jemanden, der dort arbeitet. 😉

In ein paar Tagen geht’s auf diesem Blog weiter mit der Frage, wie man kleinere Mengen Kompost und Erde selbst beschafft.

Dichtes, wuseliges Grün am Zaun m it blauen, roten, rosa und lila Blüten
Der Vorgarten im zweiten Jahr: Wicken, Clematis, Rosen, Rittersporn, rote Schafgarbe

 

 

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