Erde und Kompost in Hannover, Teil 2: Mengen für einzelne Beete

mehrere Auto im Stau, teilweise mit Anhängern mit Grünabfällen
An sonnigen Frühlings-Wochenenden sind die Wartenschlangen vor der Deponie in Lahe lang
Hochbeet aus quer gestapelten Holzlatten, innen mit schwarzer Folie verkleidet und noch nicht befüllt
So ein Hochbeet will erstmal befüllt werden

Seitdem wir unseren Garten vor einigen Jahren neu angelegt haben, brauchen wir nur noch kleinere Mengen Erde und Kompost. Hin und wieder benötigen wir aber doch so viel, dass unser eigener Kompost nicht ausreicht, z. B. zur Rasendüngung und für das Hochbeet. Dann fahren wir mit einem Anhänger oder mit Speißwannen im Kofferraum selbst zur Deponie in Lahe. Denn dort kann man nicht nur – wie in Teil 1 dieser Beitragsreihe beschrieben –  Erde oder Kompost bestellen, sondern beides auch selbst abholen.

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Erde bei „aha“ kaufen

Wenn man sich mit den Gepflogenheiten auf der  Deponie nicht auskennt – der Betrieb dort ist auf Privatkunden nicht so richtig ausgerichtet –, kann es schnell stressig werden. Deshalb  hier eine Anleitung, wie man dort Erde möglichst reibungslos beschafft:

  • Erstmal überlegen: Sich vorher informieren, was es gibt:
    Werbebanner "Hier gibt es Hannoversche Blumen- und Pflanzerde"
    Auf dem Wertstoffhof kann man auch Blumenerde in Säcken kaufen

    Regionale Blumen- und Pflanzerde von aha in sehr kleinen Mengen gibt es abgepackt überall zu kaufen, z. B. in Baumärkten oder auf dem Wertstoffhof der Deponie in Lahe.
    Kompost und Gartenerde (kleine Menge Kompost -> kostenlos auf dem Wertstoffhof, dazu im dritten Teil dieser kleinen Reihe mehr; größere Mengen Kompost sowie  Gartenerde  -> kostenpflichtig in der Kompostieranlage, sehr große Menge von beidem: Bestellung bei aha und Anlieferung, wie im ersten Teil dieser Reihe  beschrieben),
    – Rinden- und Wurzelmulch verkauft aha ebenfalls an Selbstabholer und Besteller.

  • bushaltestellenähnliches Dach mit Info-Schild davor
    An diesem Häuschen kurz hinter der Einfahrt zur Deponie liegen die Anlieferungserklärungen aus

    Hinfahren und aufladen: Wenn Sie sich entschieden haben, Kompost, Gartenerde oder Mulch auf der Deponie selbst abzuholen, fahren Sie mit einem Anhänger oder Behältnissen im Kofferraum sowie einer Schaufel zur Deponie. Etwa 100 m nach der Einfahrt halten Sie erstmal an einer bushaltestellenähnlichen Station. Dort liegt ein Formular aus, das eigentlich für die Anlieferung gedacht ist. Zweckentfremden Sie es einfach und schreiben Sie hinein, welche Erde sie abholen möchten. Die Menge müssen Sie nicht angeben. Fahren Sie dann weiter geradeaus (nicht links zum Wertstoffhof!) zum Schalterhäuschen und warten Sie, bis ein Schalter frei wird – die Ampeln zeigen an, wohin sie fahren dürfen. Ihr Auto steht, während Sie am Schalter  aussteigen, Ihren Zettel abgeben und mit der (unsichtbaren) aha-Mitarbeiterin hinter der Glasscheibe sprechen, auf einer Waage, die das Leergewicht ihres Wagens ermittelt.

    Das Formular ist nicht wirklich zum Erde abholen gemacht ...
    Das Formular ist nicht wirklich zum Erde abholen gemacht …

    Die Mitarbeiterin kündigt Sie bei einem Baggerführer in der Kompostieranlage an und gibt Ihnen einen Zettel mit. Sie fahren vorsichtig (Lkw-Verkehr!) auf das Gelände und biegen links zu den Hallen ab. Darin lagern die verschiedenen Erden und Mulchsorten. Wenn der Mitarbeiter mit dem Bagger kommt, zeichnet der Ihren Zettel ab, und Sie können mit ihm besprechen, ob er Ihnen mit dem Bagger die Erde auf Ihren Anhänger lädt oder Sie eine kleinere Menge selbst in Wannen schaufeln.

  • Bezahlen: Fahren Sie dann wieder zum Schalterhäuschen und geben Sie ihren Zettel ab. Ihr Auto wird erneut gewogen, und Sie bezahlen das Differenzgewicht.
  • Für Besucher beim ersten Mal etwas verwirrend: Die Ampeln zeigen, wo man auf die Waage fahren darf
    Für Besucher beim ersten Mal etwas verwirrend: Die Ampeln zeigen, wo man auf die Waage fahren darf

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