Gartenfreude: Aster ‚Snowflurry‘ im Herbst

Offenbar lieben die „Wilden Möhren“ das Kleinblütige, Flache, Helle im Garten. Wie sonst sollte ich es erklären, dass hier auf den „Blauen Bubikopf“ vom letzten Mal gleich etwas ähnlich Niedliches in der Rubrik „Gartenfreude“ folgt?

Nahansicht der Teppichaster: kleine weiße Sternchenblüten mit gelb-grüner Mitte
‚Snowflurry‘ im Wilde-Möhren-Garten in Nahansicht, daneben Glockenblumen und – die Gärtnerin runzelt die Stirn – wuchernde Grashalme

Dieses Gartenjahr war ohnehin eine große Freude – kaum Schnecken, keine langen Trockenperioden, viele sonnige Tage, reiche Apfelernte. Und es endet prächtig und doch zart mit der Aster ericoides ‚Snowflurry‘. Selten war ein Name treffender – die unzähligen kleinen, weißen Blüten der Staude wirbeln wirklich wie Schneegestöber über die Beet-Ecke und die Steine.

Vorbild für dieses Schneetreiben im Wilde-Möhren-Vorgarten war eine andere Beet-Ecke: In den Herrenhäuser Gärten, gegenüber dem großen Schmuckstaudenbeet im Berggarten, wächst schon seit Jahren eine ‚Snowflurry‘. Sie dort zu entdecken und bei Stauden Zinser ein Exemplar für den eigenen Garten zu kaufen, war wie ein Reflex. Für die investierten 2,50 Euro bekomme ich seitdem: Eine Staude, die erst Mitte/Ende Oktober blüht – von welcher anderen Staude kann man das schon sagen? Und ein wirklich anspruchsloses Gewächs, das Trockenheit und mageren Boden verträgt, von Schnecken nicht angegangen wird und selbst nicht invasiv ist, aber von Jahr zu Jahr prachtvoller wird. So macht Gärtnern Spaß!

Beetecke, die fast komplett überwuchert ist von einer sehr kleinblättrigen, weißen, flachen Teppichaster mit Hunderten von Blüten
Spätblüher in den Herrenhäuser Gärten: die Aster ericoides ‚Snowflurry‘ (auch: Aster pansus ‚Snowflurry‘)

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