Gartenfreude: Gedenkemein ‚Starry Eyes‘

dichtbelaubte, bodenbedeckende niedrige Staude mit kräftig blauen, kleinen Blüten
Das Gedenkemein unterdrückt die meisten Unkräuter, nur die mit langen Trieben nicht, wie hier das strahlenförmige Labkraut

Vor einiger Zeit habe ich hier schon über zwei entzückende Gartenfreuden geschrieben: die Aster ericoides ‘Snowflurry’ und den Blauen Bubikopf Pratia pedunculata. Im Frühling geht es weiter mit den Stauden, die ich im Garten am meisten liebe: den niedrig wachsenden, die den Boden mit einem dichten Teppich aus Blättern und kleinen Blüten überziehen. Seit jeher gedeiht im „Wilde Möhren“-Garten das gewöhnliche Gedenkemein (Omphalodes verna). Im Halbschatten, unter Brautspiere und Kirschbaum fühlt es sich zusammen mit Waldmeister und Günsel sehr wohl. Dieser Teil des Beetes macht wenig Arbeit, weil das Gedenkemein so hoch und dicht wächst, dass es die meisten Unkräuter in Schach hält. Ab und zu muss ich ein Labkraut rausziehen oder einen Löwenzahn ausstechen, das war’s an Arbeit.

Fülle von kräftig blauen, kleinen Blüten mit weißem Rand, die wie Sternchen aussehen
Kleinere Blätter und entzückende Blüten: Gedenkemein ‚Starry eyes‘

‚Sternenaugen‘ für den Vorgarten

Etwas mehr Aufmerksamkeit braucht eine meiner Lieblingsstauden: das Gedenkemein Omphalodes cappadocica ‚Starry Eyes‘. Das fing mit seiner Beschaffung an: Ich habe es vor ein paar Jahren aus England mitgebracht, wo es in vielen Gärtnereien angeboten wird. Hierzulande ist es seltener zu finden, vielleicht, weil es nicht ganz winterhart zu sein scheint. Die Winter in England sind viel milder – und der Ehrgeiz der Gärtner vermutlich größer …

Blütenteppich im April

Mein Lieblings-Gedenkemein wäre hier in Hannover sicher für eine Abdeckung mit Fichtenzweigen dankbar. Aber wenn mir das einfällt, hat der Frost meist schon zugeschlagen. Glücklicherweise steht es relativ geschützt unter einem Buchsbaum, deshalb hat es bisher jeden Winter einigermaßen  überstanden. Es treibt dann recht zurückhaltend mit kleinen Blättern aus, blüht aber im April sehr zuverlässig einige Wochen. Es mag Kompostgaben und regelmäßiges Gießen, falls es länger nicht regnet. Das Allerwichtigste für mich als Gärtnerin: Unsere Gartenbank steht direkt davor, damit wir uns ganz aus der Nähe an ‚Starry Eyes‘ erfreuen können.

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