Unterwegs mit Jürgen Feder

Mittelalter, blonder, braungebrannter Mann hält eine verblühte Pflanze in der Hand, davor Zuschauer mit Rücken zur Kamera
Jürgen Feder erklärt, wie man Wilde Möhren von anderen weißen Doldenblütlern unterscheidet

Den „Extrembotaniker“ kennen viele Pflanzenfreunde aus dem Fernsehen. Mein eigenes  zunehmendes Interesse an dem, was am Wegrand wächst, traf zusammen mit der Erkenntnis, dass genau das das Spezialgebiet von Jürgen Feder ist. Eine kurze Recherche ergab, dass er botanische Spaziergänge regelmäßig an verschiedenen Orten anbietet, hauptsächlich in Norddeutschland.

Lange, verzweigte Stängel mit vielen pinkfarbenen Blüten vor waldigem Hintergrund
Das Zottige Weidenröschen hat viel auffälligere Blüten als die kleinblütigeren Weidenröschen, die als Unkraut in den Hannöverschen Gärten wachsen. Foto: Jan Tietje, Eckernförde

So kam es, dass meine Entenzüchter-Freundin Meike und ich uns für letzten Samstag zu einer Exkursion am Mittellandkanal in Hannover angemeldet hatten. Wer einmal bei einer solchen Wanderung mit Jürgen Feder dabei war, kennt anschließend den Unterschied in den Blattständen der Brom-, Him- und Kratzbeere, hat sich über den Namen des Zottigen Weidenröschens amüsiert und schaut die Gräser am Wegrand mit ganz anderen Augen an. Und weiß, dass der Wissens- und Erfahrungsvorsprung – und die Leidenschaft – von Jürgen Feder uneinholbar sind. Er versorgt die Teilnehmer mit einer Fülle von Informationen, von denen hoffentlich zumindest ein Teil den Weg ins Langzeitgedächtnis findet. Den Rest werden wir mit Forscherinnen- und Recherche-Enthusiasmus erledigen: Die verschiedenen Gräserarten unterscheiden lernen, sehen, was selten und was häufig ist, nicht mehr bei jeder gelben Blume denken, dass das Löwenzahn sei, auch an winzigen Blüten schnuppern, um zu entdecken, wie herrlich sie duften, verstehen, warum Mähen oft besser ist, als alles einfach wachsen zu lassen.

Wir sagen: Vielen Dank für die Blumen, Herr Feder!

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